fleischwirtschaft.de – HAMBURG. Auch in der Gemeinschaftsverpflegung (GV) rückt das Thema „Lebensmittel-Kennzeichnung“ immer stärker in den Fokus. Das ist ein Ergebnis des GV-Barometers 2012.
Die GV-Branche 2012
- Business-Bereich: mehr als 30.000 Betriebsrestaurants mit wöchentlich rund 30 Millionen Mahlzeiten
- Care-Bereich: über 16.000 Kliniken, Heime und Reha-Einrichtungen mit täglich rund 1,2 Millionen Mahlzeiten
- Umsatz: rund 15 Mrd. Euro
Insgesamt 57 Prozent der befragten Entscheider in GV-Betrieben wollen 2012 investieren. Größere Anschaffungen planen 51 Prozent (2011: 47 Prozent). Sowohl bei den Betriebsrestaurants (Business-Bereich) als auch bei den Kliniken und Heimen (Care-Bereich) stehen Ausstattungen zum Kochen und allgemeine Ausstattungen an erster Stelle. Bei den Betriebsrestaurants liegen die Anschaffungspläne in mehreren Bereichen deutlich über denen für 2011, das betrifft unter anderem Ausstattungen zur Warenpräsentation, Spülmaschinen, Klimatechnik sowie Kassensysteme und Datenverarbeitung.
Hersteller in der Pflicht
Große Bedeutung für alle GV-Betriebe hat das Thema „Kennzeichnung von Lebensmitteln“. So ist einer deutlichen Mehrheit die Aufführung von Zusatzstoffen und Allergenen sehr wichtig. Mehr als zwei Drittel der Betriebsrestaurants und Krankenhäuser/Kliniken erwarten ein großes bis sehr großes Interesse ihrer Kunden an Lebensmittelinformationen zu den angebotenen Speisen. Seniorenheime rechnen mit einem geringeren Interesse ihrer Tischgäste.
Info auf dem Etikett statt im Internet
Dabei wünschen sich fast alle GV-Betriebe, dass die Informationen zur Kennzeichnung der Lebensmittel auf der Verpackung angegeben werden und nicht nur im Internet. Hier sehen sie die Hersteller in der Pflicht. Eine Kennzeichnung der Herkunft ist den GV-Betrieben wichtiger als eine Kennzeichnung als Bio-Produkt.
Das GV-Barometer wurde im Vorfeld der Internorga, der Leitmesse für den Außer-Haus-Markt, erhoben, die vom 9. bis 14. März 2012 auf dem Hamburger Messegelände stattfindet.