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14.12.2011

Schweinepreise klettern auf unerreichtes Spitzenniveau


fleischwirtschaft.de – BONN. Auch das sich dem Ende zuneigende Schweinevermarktungsjahr 2011 wird nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) nicht mit Rekorden geizen.

Zwar hat sich das Wachstum der heimischen Schlachtschweineproduktion nach Angaben der Bonner Marktexperten im Vergleich zu den Vorjahren abgeschwächt, doch dürften dieses Jahr hierzulande erstmals mehr als 59 Millionen Schweine geschlachtet werden.

Auch für den Schweinefleischverkauf ins Ausland zeichnen sich neue Rekorde ab. In die anderen EU-Staaten wurde zwar nur etwas mehr Schweinefleisch als 2010 verkauft; die Nachfrage am Weltmarkt und insbesondere in Asien war laut AMI jedoch so stark wie nie zuvor. Die deutschen Drittlandsexporte dürften nach ihrer Schätzung um rund 20 Prozent zulegen. Die Exporterlöse seien aufgrund des höheren Preisniveaus für Schweinefleisch sogar noch stärker gestiegen.

Rekordverdächtig verlief 2011 auch die Entwicklung der Schweinepreise, allerdings sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. So fiel der Schweinepreis Mitte Januar 2011 durch die Dioxinkrise mit 1,13 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren. Keine drei Monate später lag der Preis aber wieder über der Marke von 1,50 Euro/kg SG, und im November erreichte er mit mehr als 1,60 Euro/kg SG bisher ein zu dieser Jahreszeit unerreichtes Spitzenniveau.

Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 50/2011

 

25.01.2012

Herkunft ist wichtiger als Bio


fleischwirtschaft.de – HAMBURG. Auch in der Gemeinschaftsverpflegung (GV) rückt das Thema „Lebensmittel-Kennzeichnung“ immer stärker in den Fokus. Das ist ein Ergebnis des GV-Barometers 2012.

Die GV-Branche 2012

  • Business-Bereich: mehr als 30.000 Betriebsrestaurants mit wöchentlich rund 30 Millionen Mahlzeiten
  • Care-Bereich: über 16.000 Kliniken, Heime und Reha-Einrichtungen mit täglich rund 1,2 Millionen Mahlzeiten
  • Umsatz: rund 15 Mrd. Euro
Insgesamt 57 Prozent der befragten Entscheider in GV-Betrieben wollen 2012 investieren. Größere Anschaffungen planen 51 Prozent (2011: 47 Prozent). Sowohl bei den Betriebsrestaurants (Business-Bereich) als auch bei den Kliniken und Heimen (Care-Bereich) stehen Ausstattungen zum Kochen und allgemeine Ausstattungen an erster Stelle. Bei den Betriebsrestaurants liegen die Anschaffungspläne in mehreren Bereichen deutlich über denen für 2011, das betrifft unter anderem Ausstattungen zur Warenpräsentation, Spülmaschinen, Klimatechnik sowie Kassensysteme und Datenverarbeitung.

Hersteller in der Pflicht

Große Bedeutung für alle GV-Betriebe hat das Thema „Kennzeichnung von Lebensmitteln“. So ist einer deutlichen Mehrheit die Aufführung von Zusatzstoffen und Allergenen sehr wichtig. Mehr als zwei Drittel der Betriebsrestaurants und Krankenhäuser/Kliniken erwarten ein großes bis sehr großes Interesse ihrer Kunden an Lebensmittelinformationen zu den angebotenen Speisen. Seniorenheime rechnen mit einem geringeren Interesse ihrer Tischgäste.

Info auf dem Etikett statt im Internet

Dabei wünschen sich fast alle GV-Betriebe, dass die Informationen zur Kennzeichnung der Lebensmittel auf der Verpackung angegeben werden und nicht nur im Internet. Hier sehen sie die Hersteller in der Pflicht. Eine Kennzeichnung der Herkunft ist den GV-Betrieben wichtiger als eine Kennzeichnung als Bio-Produkt.

Das GV-Barometer wurde im Vorfeld der Internorga, der Leitmesse für den Außer-Haus-Markt, erhoben, die vom 9. bis 14. März 2012 auf dem Hamburger Messegelände stattfindet.

Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 4/2012